Abisko Lights - Point of view

Donnerstag, 30.05.2019; 20:00 Uhr

Der Name der Band bezieht sich auf einen kleinen Ort im schwedischen Lappland nördlich des Polarkreises, wo man das faszinierende Schauspiel der Polarlichter besonders gut verfolgen kann – und steht damit für das musikalische Programm des Quintetts, sich von magischen Orten und den durch sie hervorgerufenen Erinnerungen inspirieren zu lassen. Besonders Jazzmusiker sind ja immer auch Reisende und Suchende, musikalisch wie geografisch. So verwandeln sich ganz persönliche Eindrücke des Komponisten Dirk Flatau auf dem zweiten Album der Band „Point of View“ in ein musikalisches Road Movie, in alle Grenzen überschreitende Klanglandschaften. Seien es magische Momente beim Zelten am See in den unendlichen Weiten Skandinaviens, beim Übernachten in der ägyptischen Wüste oder auch nur ein nicht enden wollendes Kneipengespräch oder stiller Abend alleine auf seinem Balkon in der Berliner Sonnenallee.

Dafür, dass diese impressionistischen Kostbarkeiten farbenreich daherkommen, sorgt schon die ungewöhnliche Besetzung von Abisko Lights: Zur üblichen Klaviertrio-Rhythmusgruppe kommen Cello und Bassklarinette dazu. Die Instrumente werden von Meistern ihres Fachs gespielt, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen und ihre besonderen Stärken und Vorlieben einbringen: Dirk Flatau selbst studierte Jazz- und klassisches Klavier in Amsterdam und spielte dort mit Größen der niederländischen Musikszene wie Janne Schra, Renee van Bavel und Amber Schoop, bevor er nach Berlin ging, wo er unter anderem mit Chris Hirson, Diego Piñera und Marie Séférian arbeitete.

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Abisko Lights - Souk - Video

 

Zwischen Jazz und Pop bewegt sich Schlagzeuger Benjamin Wellenbeck, den Flatau am Amsterdamer Konservatorium kennenlernte. Er wirkte als Drummer, aber auch als Arrangeur, Komponist oder Produzent für so unterschiedliche Projekte wie das Pär Lammers Trio, Götz Rausch Orchester und OrangotangoMusic.

Von Jazz über Weltmusik bis hin zu experimentellem Rock reicht die Palette des Bassisten Thomas Kolarczyk, der schon im Jugendalter zahlreiche Preise gewann und im Studium in Berlin bei Marc Muellbauer und Greg Cohen die höheren Weihen des Instruments erhielt. Im Jazz ist er außer mit Abisko Lights und seinem eigenen Quintett mit preisgekrönten Bands wie Leléka oder dem Marc Doffey Quintet unterwegs. 

Ein echter Generalist ist Bassklarinettist Hannes Daerr, der an der Weimarer Musikhochschule „Franz Liszt“ Saxophon und Klarinette studierte. Er arbeitet als Studio- und Theatermusiker, spielte in Weltmusik-Gruppen wie Azul Cielo, dem Tango-Ensemble Bassa oder Klezmer-Formationen ebenso wie in Moritz Sembritzkis Magnetic Ghost Orchestra und seinem eigenen Quartett No Trash, in dem er  sich ganz dem Jazz widmet.

Von der Klassik her kommt die Cellistin Tabea Schrenk. In Helsinki, London, Cardiff und Berlin ausgebildet und mehrfach preisgekrönt war sie Akademistin der Welsh National Opera und bei BBC Now; stiloffen arbeitet sie für verschiedene Theater, das Berliner Stehgreiforchester und in ihrem eigenen Trio She Plays Cello.

Gemeinsam folgen sie auf „Point of View“ den Pfaden Flataus. Der Entstehungsprozess des Albums unterscheidet sich von vielen anderen, die schnell vor einer und für eine Tournee aufgenommen werden: „Bevor es ins Studio ging, haben wir die Stücke so oft live gespielt, bis wir die Musik wirklich verinnerlicht und für alles die richtige Stimmung und Energie gefunden hatten“, berichtet Flatau. Gemeinsam ziehen die fünf Musiker dramatische Melodielinien, mischen arabische Elemente in das triolische „Assam Special Blend“, horchen minimalistisch einzelnen Tönen nach wie auf dem Titelstück oder folgen dem heiter tänzelnden Reigen des namengebenden Stücks „Abisko Lights“. Mal klingt es nach großer Filmmusik, mal nach einer Erik-Satie-Miniatur. Jeder darf neue Klangräume öffnen, mühelos bewegen sich die Musiker zwischen Komposition und Improvisation. Stück für Stück entsteht so bezaubernde Musik, die sich ihrer Schönheit rühmen darf.

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Erfahre mehr über das Quintett: 

abiskolights.com

Besonderheit zu diesem Konzert:

Wir freuen uns auf eine aufgeschlossene kulturfreudige Gruppe von Freunden aus unserer Partnerstadt Wieselburg (Österreich).

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hier einige Infos über Wieselburg