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‚Aus dem goldenen Buch der Lieder‘ – mit dem Bass-Bariton Mathias Tönges

Donnerstag, 15.06.2017; 20:00 Uhr

Zu Beginn des Jahres 2014 hat der künstlerische Intendant der TangoBrücke Gintaras Janusevicius seine Idee, hier regelmäßig hochklassige Gesangskonzerte anzubieten, in einem ersten Konzert mit der Sopranistin Stella Motina verwirklicht – zur großen Freude und Begeisterung des Publikums. Die Reihe erhielt den Namen „Aus dem goldenen Buch der Lieder“ und ihr Ziel ist es, die Lieder, die ihren festen Platz in diesem „Buch“ haben und die darum in den renommiertesten Konzertsälen der Welt zu hören sind, dem Einbecker Publikum nach und nach darzubieten. Kein Instrument vermag es, die Zuhörer so nah und unmittelbar Musik spüren zu lassen wie die menschliche Stimme, denn beim Singen werden Gefühle und Geschichten in zwei Sprachen gleichzeitig vermittelt – Wort und Musik verschmelzen miteinander. Wer zuhört, versteht und fühlt mit doppelter Intensität.

In jedem Konzert dieser Reihe wird eine hochbegabte Sängerin oder ein hochbegabter Sänger vorgestellt. Interpretiert werden die interessantesten, schönsten und bewegendsten Lieder und Liederzyklen der Musikgeschichte. Höhepunkt eines jeden Konzerts ist der Vortrag eines vollständigen Zyklus.

Die Lieder des Zyklus‘ „Schwanengesang“, entstanden von August bis Oktober 1828, sind Vertonungen von Gedichten Ludwig Rellstabs, Heinrich Heines und Johann Gabriel Seidls. Da es sich um Schuberts letzte größere Komposition handelt, erhielt die postum veröffentlichte Sammlung nachträglich den Namen „Schwanengesang“, traditionell die Bezeichnung für das letzte Werk eines Künstlers. Die Sammlung wurde ein Jahr nach Schuberts Tod von seinem Verleger Tobias Haslinger zusammengestellt. Da die 13 Lieder im Autograph unmittelbar hintereinander niedergeschrieben stehen, spricht vieles dafür, dass Schubert sie tatsächlich als einen zusammenhängenden Zyklus konzipiert hatte. Andererseits hatte Schubert die sechs Heine-Lieder einem anderen Verleger separat zur Veröffentlichung angeboten, so dass man die Rellstab- und die Heine-Lieder wohl zumindest als jeweils eigenständige Gruppen innerhalb der Sammlung betrachten kann.



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