Aus dem goldenen Buch der Lieder - Siete Canciones populares Espanolas

Donnerstag, 18.10.2018; 20:00 Uhr

Einmal im Jahr wird in der TangoBrücke „Das goldenen Buch der Lieder“ aufgeschlagen – nun schon zum fünften Mal. Zu Beginn des Jahres 2014 hat der künstlerische Intendant Gintaras Janusevicius seine Idee, hier regelmäßig hochklassige Gesangskonzerte anzubieten, in einem ersten Konzert mit der Sopranistin Stella Motina verwirklicht – zur großen Freude und Begeisterung des Publikums. Die Reihe erhielt den Namen „Aus dem goldenen Buch der Lieder“ und ihr Ziel ist es, die Lieder, die ihren festen Platz in diesem „Buch“ haben und die darum in den renommiertesten Konzertsälen der Welt zu hören sind, dem Einbecker Publikum nach und nach darzubieten.

Kein Instrument vermag es, die Zuhörer so nah und unmittelbar Musik spüren zu lassen wie die menschliche Stimme, denn beim Singen werden Gefühle und Geschichten in zwei Sprachen gleichzeitig vermittelt – Wort und Musik verschmelzen miteinander. Wer zuhört, versteht und fühlt mit doppelter Intensität.

In jedem Konzert dieser Reihe interpretiert eine hochbegabte Sängerin oder ein hochbegabter Sänger eine Auswahl der schönsten, das Herz bewegenden Lieder der Musikgeschichte. Höhepunkt eines jeden Konzerts ist der Vortrag eines vollständigen Gesangszyklus.

Dorota Szczepańska hat den Zyklus „Siete Canciones populares Españolas“ von Manuel de Falla ausgewählt. So dürfen sich die Zuhörer auf ein besonders vielseitiges, „europäisches“  Programm freuen – mit Liedern aus Polen, Deutschland, Österreich und Spanien.

Einfühlsam am Klavier begleitet wird Dorota Szczepańska von der koreanischen Pianistin Clara Hyerim Byun, die sich als begeisterte Kammermusik-Interpretin und Korrepetitorin einen Namen gemacht hat.

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Biographien

Dorota Szczepańska begann ihre Ausbildung an einer Musikschule in Warschau, mit Gitarre als Hauptinstrument, Klavier und Chorgesang. 2005 wurde sie an der Fryderyk-Chopin-Musikhochschule in Warschau bei Małgorzata Marczewska angenommen. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab und führte ihre Ausbildung bei Teresa Księżak, Zofia Witkowska und Claudia Visca in Wien fort. Außerdem nahm sie an vielen Meiterkursen teil, unter anderem bei Peter Berne, Anita Garanča, Eva Blahová, James Oxley, Dirk Snellings, Anna Radziejewska, Artur Stefanowicz und Jadwiga Rappe. Derzeit studiert sie in der Soloklasse der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Marek Rzepka und in der Kammermusik- und Liedklasse von Jan Philip Schulze.

Sie sang an der Nationaloper Teatr Wielki in Warschau die Rolle der Anna in „Bunt Żaków” von Tadeusz Szeligowski unter der Leitung von Łukasz Borowicz, trat in der Kammeroper Warschau als Clarice in „L‘amante di tutte“ von Baldassare Galuppi auf, unter der Leitung von Tadeusz Karolak, im Schlosstheater Rheinsberg als Palmide in „Argenore” von Wilhelmine von Bayreuth unter Justus Thorau sowie als Susanna in Wolfgang Amadeus Mozarts „Le nozze di Figaro“ unter Andrzej Borzym jr.; An der HMTM Hannover sang sie 2018 die Titelpartie in Händels „Semele“, unter der Leitung von Howard Arman.

2016 wirkte sie an zwei Weltpremieren barocker Opern mit: Als Tamiri in „Semiramide riconosciuta” von Leonardo Vinci unter Marco Vitale mit dem Royal Baroque Ensemble im Royal Theatre - Old Orangery beim „II. Baroque Opera Festival Dramma Per Musica“ in Warschau und als Segimiro in „Arminio“ von Johann Adolf Hasse zusammen mit Markéta Cukrová, Karol Kozłowski und dem Orkiestra Historyczna unter der Leitung von Martyna Pastuszka in Prag. Außerdem nahm sie das Ave Maria von Krzysztof A. Janczak mit dem London Symphony Orchestra unter Lee Reynolds auf sowie Musik für den Film „Zerwany kłos“, ebenfalls von Janczak komponiert, zusammen mit dem Polnischen Radiosymphonieorchester, eingespielt von Rafał Paczkowski.2015 nahm sie Musik für das Ballett „Stin“ von  B. Martinů mit Ian Hobson und der Sinfonia Varsovia im Witold Lutoslawski Concert Studio auf.

Sie wirkte mit bei einer Reihe von weltlichen und geistlichen Oratorien, sang die Maddalena in „La Resurrezione“ von G. F. Händel, die Hanne in „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn mit The Symphony Orchestra of the Lower Silesian Philharmonic, dirigiert von Jerzy Swoboda, im Rahmen des von der EU finanzierten Projektes „Haydn in der Euroregion Neiße“. Ebenso führte sie das „Gloria“ von Antonio Vivaldi auf, unter Leitung von Wojciech Rodek mit The Symphony Orchestra of Rzeszów Philharmonic; die Große Messe in c-Moll von W. A. Mozart, aufgeführt beim IX Triduum Caecilianum mit  The Symphony Orchestra of Karol Namyslowski, unter Tadeusz Wicherek; das Mozart-Requiem dirigiert von Ewa Strusińska mit der Sinfonia Varsovia; Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi; „Juditha Triumphans“ von Vivaldi als Vagaus mit der Capella dell’Ospedale della Pietà, und viele große Werke mehr.

Dorota Szczepańska gastiert regelmäßig bei großen internationalen Festivals; so trat sie beim Baroque Factory Festival auf; beim Festival Allegro Vivo in Horn mit der Philharmonie Brünn, dirigiert von Bijan Khadem-Missagh; beim Festival Polish Colours, veranstaltet von der Philharmonie Łódź; beim Transatlantyk Festival auf Einladung von Jan A. P. Kaczmarek, zusammen mit dem Transatlantyk Symphonieorchester dirigiert von Maciej Sztor.; beim Telemann-Festival als Vespetta  in „Pimpinone“; beim Jan Kiepura-Festival mit dem Krynicka Orkiestra Zdrojowa geleitet von Mieczysław Smyda, mit dem sie zudem sowohl bei der Jubiläumsgala „Funds with Culture“ in Tarnów auftrat, das live im Fernsehen übertragen wurde, als auch bei einem Konzert beim Festival Zdearzenia 2015.

Sie sang die Lieder von Raoul Koczalski beim Summer Song Festival of Polish Composers. Zweimal trat sie beim Festival Legnickie Conversatorium Organowe auf, mit dem Magnificat von Michał Sławecki gemeinsam mit dem Polnischen Radiosymphonieorchester unter Slawomir Bronk beim Finalkonzert, und mit „Rapsod“ von Stanisław Moryto unter Szymon Morus. Außerdem führte sie beim Festival „Zone of Silence“ in Warschau spanische Musik mit Leszek Potasiński auf. Sie wirkte auch beim Projekt „Mozart Off“ der Warschauer Kammeroper mit, einem Teil des Mozartsfestivals.

Sie hat einige Jahre aktiv mit dem Komponisten Grzegorz Duchnowski zusammengearbeitet – sie nahm an der Aufführung seiner „Missa pro peccatis mundi“ (beim Internationalen Festival der Orgel- und Kammermusik in Leżajsk) teil, sowie an den Weltpremieren der „Missa de Angelis“ 2012, der „Fuga  dłoni“ 2014 an der Nationalphilharmonie zusammen mit dem Kammerorchester der Nationalphilharmonie unter Jakub Chrenowicz, von „W malinowym chruśniaku“ 2015 und des Stabat Mater (2016) mit dem Philharmonieorchester Gorzów unter der Leitung von Monika Wolińska.

Sie verfügt über breites Spektrum von stimmlichen Fähigkeiten, sodass sie auch an Projekten teilnehmen kann, die nicht nur mit klassischer Musik zu tun haben. Sie führt Stücke in vielen Stilen auf: Jazzkompositionen und Musicals, dabei spielt sie auch kleine Schlaginstrumente wie Kastagnetten. Sie hat zudem ein Quartett mit Mirosław Feldgebel, Leszek Potasiński und Tomasz Strahl gegründet, das hauptsächlich Musik spanischer, italienischer und argentinischer Komponisten aufführt.

Clara Hyerim Byun wurde 1988 als dritte Tochter eines Dichters in Daegu, Südkorea geboren. Im Alter von vier Jahren begann sie Klavierunterricht zu nehmen und mit sieben Jahren Gesangs- und Geigenunterricht. Ihr Studium im Hauptfach Klavier begann sie 2007 an der Keimyung Universität in Daegu, Süd-Korea und schloss es 2010 mit dem Bachelor-Examen erfolgreich ab.

Von 2008 an studierte sie parallel Musikpädagogik und schloss dieses Studium ebenfalls 2010 mit dem Bachelor ab. Im Anschluss daran machte sie ein Praktikum in einer Mittelschule. 2012 setzte sie ihre Studien im Masterstudiengang Klavier bei Prof. Roberto Domingos an der Hochschule für Musik in Karlsruhe fort und legte 2014 ihr Solistenexamen ab.

Seit April 2014 arbeitet sie an der HfM Karlsruhe in der Gesangsklasse von Prof. Hanno Müller-Brachmann im dortigen Institut für Musiktheater als Korrepetitorin. Unter anderem wurde sie von Prof. Adam Wodnicki, Alexander Braginsky, Eduardo Hubert, Felix Gottlieb, Joseph Banowetz, Juliane Banse, Klaus Hellwig, Leslie Howard, Matthias Kirschnereit, Mykola Suk, Oliver Kern, Ricardo Castro, Sontraud Speidel, Thomas Böckheler und Vladimir Tropp in Meisterklassen unterrichtet und inspiriert.

Bei einem Meisterkurs des Komponisten Helmut Lachenmann hat sie sich eingehend mit seinen Werken beschäftigt. Ebenso hat sie in Meisterkursen der Sängerinnen Christa Ludwig und Julia Varady-Fischer-Dieskau als Liedbegleiterin mitgewirkt. Im April 2014 erhielt sie ein Stipendium vom Freundeskreis des DAAD und im Mai 2015 ein Stipendium der Gisela und Erich Andreas-Stiftung. Seit Juni 2015 ist sie außerdem Mitglied in der Stiftung Live Music Now Yehudi Menuhin.

Seit Oktober 2016 studiert sie im Masterstudiengang Kammermusik mit ihrem festen Ensemble – dem Klaviertrio Musaique – bei Prof. Markus Becker und Liedgestaltung bei Prof. Jan Philip Schulze an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

 

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