ZUEIGNUNG - von Klassik bis Hypersuites

Donnerstag, 02.11.2017; 20:00 Uhr

Das Anliegen der Konzertreihe ZUEIGNUNG ist, bekannte Künstler auf besondere Art und Weise in der TangoBrücke vorzustellen. Gintaras Janusevicius, der künstlerische Intendant des Konzerthauses, hat sich dabei zum Ziel gesetzt, das Publikum in ein direktes Gespräch mit außergewöhnlichen Personen der zeitgenössischen Musikwelt zu führen. In jedem Konzert soll sich eine Künstlerin oder ein Künstler sowohl musikalisch als auch verbal – d. h. im Gespräch mit dem Publikum – präsentieren. Das Leben auf und hinter der Bühne, die eigene Motivation und die „innere Berufung”, die Möglichkeit, bei der Schaffung kultureller Werte mitzuwirken, die Rolle und Bedeutung des Publikums für das eigene künstlerische Schaffen, das Musikleben in verschiedenen Ländern – diese Fragen und andere mehr sind den Künstlern bisher von den Besuchern der Konzertreihe gestellt worden.

Dass die Karriere der inzwischen 36jährigen Pianistin Marina Baranova eindrucksvoll werden würde, offenbarte sich ihrem begeisterten Publikum und professionellen Kritikern unmittelbar, als sie ihr 2009 ihr erstes Konzert in der TangoBrücke spielte.

"Hypersuites" heißt das aktuelle Projekt von Marina Baranova, und es basiert auf der faszinierenden und tief bewegenden Musik der frühen Barockzeit. Originalwerke von Rameau, Händel, Couperin, Bach u. a. bieten eine Grundlage für brillante Improvisationen und persönliche Neuinterpretationen. Die Pianistin kombiniert klassische Musikstrukturen mit Jazz-Gestik sowie mit modernen Pop-Referenzen und bringt barocke Meisterwerke in den Kontext postmoderner Aufführungspraxis.

Marina Baranova tritt in diesem Programm als Interpretin und Komponistin auf, indem sie in alte Stücke neue Variationen einbaut, die sie entweder aus anderen Werken übernimmt oder selbst komponiert. So entstehen neue spannende Querverweise zwischen den Stücken und ihren Komponisten.

Biographie von Marina Baranova

Marina Baranova wurde in der Ukraine in eine Musikerfamilie geboren. Ihre Mutter unterrichtete Klassik, ihr Vater - Jazz. Dank diesen zwei auf den ersten Blick unterschiedlichen Welten konnte Marina Baranova sehr früh ihre Leidenschaft zur sowohl Klassischen Musik, als auch für das Improvisieren entdecken und entwickeln.

Mit 11 Jahren gewann die Pianistin den 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in der Ukraine, worauf ihre erste Konzertreise durch Finnland folgte. Ende der neunziger Jahre zog Marina Baranova nach Deutschland, um bei Prof. Wladimir Krainew an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zu studieren. Während ihrer Studienzeit wurde Baranova jedes Jahr mit mindestens einem international anerkannten Preis bedacht.

Heute konzertiert Marina Baranova auf renommierten Bühnen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlanden, Belgien, Luxembourg, Polen, Israel, Mexico und Thailand. Mit ihren leidenschaftlichen Interpretationen überzeugte sie Publikum und Presse auf Festivals wie dem internationalen Klavierfestival Ferruccio Busoni, der Wiener Musikwoche, dem Merano Classic Festival, dem Beethovenfest Bonn, dem Granada Piano Festival, der SchumannFestwoche in Leipzig, der Beethoven-Nacht der Heidelberger Stadthalle und beim Bonner Schumannfest. Sie trat als Solistin und Kammermusikerin mit der Deutschen Radio Philharmonie, der Württembergischen Philharmonie unter Leitung von Ola Rudner, mit dem Leipziger Gewandhaus Quartett, dem Slaska Philharmonie Orchester, dem Bromberger Rundfunk Orchester unter Leitung von Tadeusz Strugala, dem rumänischen Bacau Philharmonie Orchester und den Jerusalem Strings in Yad Vashem, Israel, auf.

Ihr Debütalbum "Marina Baranova plays Schumann" wurde von der Presse euphorisch gefeiert. Joachim Kaiser schrieb über diese CD - Einspielung: "Marina Baranova - eine treffliche Schumann Interpretin!“ Neben der klassischen Aufführungspraxis gilt ihr Interesse den grenzüberschreitenden Projekten: Sie kann auf eine Vielzahl von Uraufführungen verweisen, unter anderem „Stellar" (mit dem Echo Preisträger Frank Bungarten) und „Diversions - Renaisance Dances Recomposed“ (mit dem Grammy nominierten Klarinettisten David Krakauer, NYC). Sie trat als Kammermusikerin mit Giora Feidman im Wiener Konzerthaus mit dem Programm "Jüdische Lieder und Schubert Lieder" auf. Kurz darauf folgte eine Einladung zu einer CD Produktion, bei der sie als Gastsolistin mit Giora Feidman einige Kompositionen aufnahm. 

Marina Baranova ist auch als Komponistin tätig. Ihre zweite CD "Firebird" beinhaltet ausschließlich Eigenkompositionen. Diese CD, die sie zusammen mit dem Perkussionisten Murat Coşkun eingespielt hat, wurde im November 2013 von "Edel" vertrieben.

Das aktuelle Projekt von Marina Baranova heißt „Hypersuites“, wurde im Herbst 2015 im Teldex Studio aufgenommen und 2016 bei „Berlin Classics“ veröffentlicht. Die Pianistin widmet sich bei diesem Projekt der Barockmusik. Die Stücke von Rameau, Couperin, Händel und Bach wandeln sich in sogenannte akustische Remixe um und stellen somit einen spannenden Dialog zwischen den Komponisten der Barockzeit und Marina Baranova dar. Im Herbst 2015 präsentierte die Pianistin ihr Programm "Hypersuites" u.a. in der Berliner Philharmonie, der Bremer Glocke, dem Münchner Carl Orff Saal, Bozar in Brüssel.

 

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Mehr über Marina Baranova

auf ihrer Künstlerwebsite

oder im Rückblick auf die ersten beiden Konzerte der Künstlerin in der TangoBrücke:

Konzert am 09. April 2009

Konzert am 25. Feb. 2010