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Duette für Harfe und Akkordeon

Donnerstag, 14.09.2017; 20:00 Uhr

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“Wer weiß schon, wie ein Akkordeon wirklich klingt und was man auf einer Harfe tatsächlich alles machen kann?” Diese Frage richtet Anna Steinkohler an ihre Zuhörer und fährt fort: “Dunkel und kompakt das Akkordeon. Ein noch junges Instrument, wehmütig, klingt es, erdig – und, ja, laut! Filigran dagegen die Harfe, hell, flirrend, luftig. Ihr hohes Alter hört man ihr gar nicht an.

Und doch ist das nur ein kleiner Teil der Wahrheit! Wie zwei Chamäleons passen sich die beiden Instrumente aneinander an und vertauschen die Rollen. Herrlich ist es, in diesen Kontrasten aus hoch und tief, hell und dunkel, dünn und voll zu baden.

Und plötzlich kommt man zu dem Schluss, dass Akkordeon und Harfe eigentlich mehr verbindet als trennt: eine bewegte Geschichte, ein äußerst vielfältiger und überraschender Einsatz, ein ungeahnter Farbenreichtum.”

Die in Berlin lebende österreichische Harfenistin Anna Steinkogler ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe (Festival Classique Preis Den Haag, 2. Preis Internationaler Spohr Wettbewerb, 3. Preis des Hanns Eisler Wettbewerbes für zeitgenössische Musik und Interpretation) und erhielt ihre Ausbildung in Solo- und Kammermusik am Mozarteum Salzburg, am Conservatorium van Amsterdam und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss.

Ihre Begeisterung für Kammermusik und für Werke zeitgenössischer Komponisten lässt sie immer wieder neue Projekte und Formationen suchen und dabei ganz bewusst auch die Verbindung von Musik mit anderen Kunstformen.

Als musikalischen Glücksfall für alle Klassikfreunde, die ihre Ohren für neue Interpretationen geöffnet haben, lässt sich ihr Zusammentreffen mit dem aus St. Petersburg gebürtigen Akkordeonisten Valentin Butt bezeichnen. Er zählt zu den renommiertesten und vielseitigsten Meistern seines Instruments, virtuos, kreativ, experimentierfreudig, überaus erfolgreich und ebenfalls stets auf der Suche nach neuen Formationen und musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Auf dem Programm stehen Werke von Piazzolla, Ravel, Debussy und Boccherini. 

Biographien

Die österreichische Harfenistin Anna Steinkogler wurde mit 16 Jahren Jungstudentin am Mozarteum Salzburg bei Prof. Edward Witsenburg und setzte ihr Studium fort am Conservatorium van Amsterdam bei Prof. Erika Waardenburg und bei Prof. Maria Graf an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo sie es mit Auszeichnung abschloss.

Daneben verfolgte sie ihr Studium der Kunstgeschichte und des Französischen in Paris und Salzburg.

Wichtige Einflüsse während dieser Jahre kamen außerdem von renommierten Musikern wie Godelieve Schramer (Detmold), Isabelle Moretti (Paris), David Watkins (London), Petra van der Heide (Amsterdam), Sandrine Chatron (Amsterdam), Mara Galassi (Mailand), Nobuko Imai (Tokyo), Tan Dun (Amsterdam) und Frans van Ruth (Amsterdam).

Schon während des Studiums legte sie den Grundstein für ihre heutigen Schwerpunkte: ihre Begeisterung für Kammer- und zeitgenössische Musik lässt sie immer wieder neue Projekte und ausgefallene Formationen suchen und zum Leben erwecken und führte sie mit ihren Kammermusikpartnern neben dem europäischen Ausland bis nach Taiwan.

Ihre Lust am Experimentieren wurde u.a. belohnt von der niederländischen Prins Bernhard Stiftung mit einem Stipendium für die Tanztheaterproduktion „Atonaalzien“, die sie gemeinsam mit der Tänzerin Esther Steinkogler entwarf und an verschiedenen Theatern in den Niederlanden und Österreich aufführte.

Es folgten weitere Preise wie der Festival-Calssique Preis des internationalen Harfenwettbewerbes Utrecht, der 2. Preis beim Internationalen Spohrwettbewerb Kassel und der 3. Preis des Hanns Eisler Wettbewerbs für zeitgenössische Musik und Interpretation. Viermal in Folge qualifizierte sie sich für ein Stipendium der niederländischen Stiftung „Musicians World Wide“.

Engagements mit dem Freischwimmer Festival in Zürich, Wien, Berlin, München, Frankfurt, Amsterdam gehören zu ihren besonderen Erfolgen.

Daneben freut sie sich über eine inspirierende Zusammenarbeit mit dem NDR Hannover, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Taschenoper Lübeck, dem Reinhold Quartett (Gewandhaus Leipzig), dem Baltic Neopolis Quartet, dem Staatsorchester Frankfurt Oder, der Magdeburgischen Philharmonie und der Neubrandenburger Philharmonie. Weitere Engagements in der Tanztheaterszene führten sie u.a. an die Kammerspiele München, das BRUT Wien, die Gessnerallee Zürich, das FFT Frankfurt, die Sophiensaele Berlin.

Valentin Butt ist in Sankt Petersburg geboren. Er studierte Akkordeon an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Valentin Butt ist Preisträger und erfolgreicher Teilnehmer zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und Festivals. Er arbeitet unter anderem mit den Berliner Philharmonikern als auch an großen Berliner Theatern wie der Schaubühne, dem Deutschen Theater und dem Berliner Ensemble als Musiker, Komponist und musikalischer Leiter. Darüber hinaus ist Valentin Butt als Studiomusiker an Hörspiel- und Filmmusikaufnahmen beteiligt. Er ist Mitglied mehrerer Bands, dazu zählen SkaZka Orchestra, Di Meschugeles und Holler my Dear. 
Mit dem Ensemble Quillo spielte er an der Staatsoper die Uraufführung der Oper »Hans im Glück« mit Musik von David Robert Coleman.

 



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