Stella Motina & Friends

Donnerstag, 13.02.2020; 20:00 Uhr

Ein vielseitiger Sänger fühlt sich nicht nur in einer Rolle zu Hause. Egal, ob auf einer Opernbühne oder im Salon, vor 3000 Zuhörer oder in einem intimen Kreis: ein wahrer Künstler wird die passende Sprache finden, um seine Zuhörer zu erreichen und zu berühren.

Ein Konzert mit Werken russischer Komponisten bringt die beliebte Opernsopranistin Stella Motina, die mit ihrer wunderbaren Stimme schon 2013, 2014 und 2017 ihr Publikum in der TangoBrücke berührt, beglückt und begeistert hat, zurück nach Einbeck. Im ersten Teil des Konzerts wird sie Romanzen von Rachmaninow und Tschaikowskij singen. Im zweiten Teil erklingt in Einbeck zum ersten Mal der legendäre Zyklus „Lieder nach Texten von Aleksandr Blok“ für Sopran und Klaviertrio von Dmitrij Schostakowitsch. An der Seite von Stella treten der Geiger Elvin Hoxha Ganiyev, der Cellist Lev Kucher und der Pianist Gintaras Januševičius auf.

Biographie der Stella Motina

Seit der Spielzeit 2017/18 ist die Sopranistin Stella Motina festes Ensemblemitglied am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Dort hat sie in der  Spielzeit 2018/19 in Jacques Offenbachs König Karotte als Prinzessin Kunigunde und in Claudio Monteverdis Die Krönung der Poppea als Poppea debütiert. Unter anderem singt sie wieder die Maria in Leonard Bernsteins West Side Story sowie die Erste Dame in Mozarts Zauberflöte.

Schon zuvor arbeitete sie eng mit dem Opernhaus als Gast zusammen, in der Saison 2016 / 2017 als Mrs. Gomfit im Rahmen der Neuproduktion von Hans Werner Henzes Oper Die Englische Katze, sowie als Zweite Tochter in der Uraufführung der Oper Lot von Giorgio Battistelli.

In der neuen Spielzeit 2019/20 kehrt die Sopranistin zur Maria in Leonard Bernsteins West Side Story zurück und gibt damit ihr Hausdebüt an der Opéra Nice Côte d´Azur.

Im April 2016 gab Stella Motina am Staatstheater Cottbus ihr von der Presse gefeiertes Rollendebüt als Elisabetta in Giuseppe Verdis Don Carlos. In unmittelbarem Anschluss debütierte sie im Mai 2016 als Tatjana in Tschaikowskis Eugen Onegin an der Zomeropera Alden Biesen in Belgien unter der musikalischen Leitung von Enrico Delamboye. Auch in der Spielzeit 2017/2018 sang sie am Staatstheater Cottbus erneut die Elisabetta und debütierte am Landestheater Linz als Tatjana in Eugen Onegin.

Die junge Sopranistin zeigte schon früh ihre Leidenschaft für Gesang. Mit nur 23 Jahren war sie Finalistin und Preisträgerin des "Concorso Internazionale di Canto Maria Caniglia" in Italien und sicherte sich ein Auslandsstipendium am Teatro Comunale in Sulmona für eine Produktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte, in der sie die Rolle der Despina mit großem Erfolg verkörpert hat.

Geboren in Lugansk in der Ukraine, bekam sie in frühen Jahren ihren ersten Gesangsunterricht. Darauf folgte ihre berufliche Ausbildung an der berühmten Gnessin-Akademie in Moskau, die sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Ihr weiterer Studienweg führte sie an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in die renommierte Klasse von Prof. Dr. Peter Anton Ling, wo sie den Studiengang "Master Operngesang" gleichfalls mit Auszeichnung abgeschlossen hat.

Im Jahr 2011 wurde Stella Motina an das Theater für Niedersachsen in Hildesheim für die Rolle der Musetta in Giacomo Puccinis La Bohème engagiert. Von 2012 bis 2015 war sie Ensemble-Mitglied der Jungen Oper des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover und neben zahlreichen Rollen in zeitgenössischen Opern unter anderem auch als Frasquita in Georges Bizets Carmen und Une Planète in Jean-Philippe Rameaus Castor et Pollux zu erleben und trat auch als Tebaldo in Verdis Don Carlos sowie als Sand- und Taumännchen in Humperdincks Hänsel und Gretel auf.

In der Spielzeit 2014/2015 hat Stella Motina als Gast am Theater Luzern im Rahmen der aufsehenerregenden Neuproduktion Cantos des Sirena unter der Regie der international renommierten katalanischen Theatergruppe „La Fura dels Baus“ und der musikalischen Leitung von Howard Arman debütiert. Eine weitere Zusammenarbeit führte sie kurzfristig an das Theater Bremen, wo sie unter Markus Poschner als Frasquita in Georges Bizets Carmen am Haus debütierte. Im Dezember 2015 sang sie die gleiche Partie in der Neuproduktion des Theaters Kiel unter der Leitung von Rani Calderon.

Ausbildungsbegleitend besuchte sie Meisterkurse bei renommierten Sängerpersönlichkeiten und erhielt so wichtige musikalische Impulse unter anderem vom Teresa Berganza, Elena Obraztsova und Helen Donath.

Stella Motina folgte in den vergangenen Jahren auch zahlreichen Einladungen zu Musikfestivals, so nach Rimini (Italien), Kaunas (Litauen) und Perm (Russland). Konzerte führten sie unter anderem mit dem Berolina Trio in die Berliner Philharmonie, wo sie mit Liedern und Romanzen von Dmitri Schostakowitsch zu erleben war. Stella Motina spricht fließend Deutsch, Russisch, Englisch und Italienisch. Sie lebt in Hannover und Moskau.

 

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