Hinweis: Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden!

coronabedingt verschoben

Oxana Voytenko & Friends - Winter Wonderland

Donnerstag, 02.12.2021; 20:00 Uhr

Diese Veranstaltung wird coronabedingt verschoben. Wir werden Sie hier auf tangobruecke.de und natürlich über unseren Kultur-Newsletter über den Nachholtermin informieren. 


 

Die Sängerin und Komponistin Oxana Voytenko ist eine vielseitige, kreative und erfolgreiche Jazzmusikerin aus Deutschland. Nun wird sie mit ihrem Trio in der TangoBrücke in Einbeck gastieren. Oxana wird an diesem Dezemberabend ihre persönliche musikalische Weihnachtsgeschichte erzählen und das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes auf die Feiertage ein-swingen!

Oxana Voytenko – vocals
Leo Volskiy - piano
Konstantin Herleinsberger – saxophone

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Die Musiker

Oxana Voytenko‚ ein Ton wie Bernstein: leicht und verschattet, bauchig und transluzent, verstrahlt er ein warmes, intensives Licht, das die vielgestaltig differenzierten Konturen hervorhebt, ohne jedes Detail, jede Runzel der musikalischen Textur in scharfkantigem Kontrast zu betonen: „Amber Light“, der Titelsong des Albumdebüts von Oxana Voytenko, einer Jazz-Sängerin aus Russland, die in Hannover eine Wahl-Heimat gefunden hat und nun zum nächsten Sprung ansetzt. Der Song ist entstanden, als die Sängerin vor zwei Jahren zum ersten Mal nach New York kam und in den Häuserschluchten ein vertrautes Licht sah, das tiefe Gefühle in ihr weckte: „Als ich aus der Subway kam“, erinnert sie sich, „dachte ich, dass es die Beschäftigung mit Jazz war, die mich hierhin geführt hat. Ich sah mich wieder, wie ich als Kind am Strand entlanglaufe, wo man manchmal so ein kleines Stückchen Bernstein findet. Wenn die Sonne ganz tief steht, sieht das aus wie kleine Feuerchen.“

Oxana Voytenko ist eine besondere Sängerin. Stilistische Schubladen interessieren sie nur am Rande, doch der Jazz, Bebop und seine moderneren Nachfahren bilden die Referenzgröße, die sie mit Spuren von Pop und Soul und kaum noch zuzuordnenden, tieferen musikalischen Erinnerungen anreichert und in einem individuellen Klang zu verbinden. Im Mittelpunkt steht dabei die Freiheit, in der Musik eigene Wege zu verfolgen, und spannungsgeladene Atmosphären zu entwerfen, die die besonderen Tönungen ihres Lebenswegs reflektieren. Die neun Songs von „Amber Light“, dem Album, das sie unter eigener Regie mit einem erlesenen Quartett einspielte, dokumentieren eine souveräne Sängerin, die ihre Werkzeuge ebenso selbstverständlich beherrscht, wie sie hinter den Gesamtklang ihrer Musik zurücktritt.

Geboren im Mai 1985 in Sovjetsk, dem früheren Tilsit, im Hinterland der Bernsteinküste. Noch bevor sie in die Schule kommt, zerfällt die Sowjetunion; ihre Heimat wird zu einer russischen Enklave zwischen Ostsee, Polen und Litauen. Diese Region hat sie geprägt, das Meer, die sanft gewellte Landschaft, die Menschen, Freunde, ihre Familie. Die Sprache und die Klänge. Oxana Voytenko ist einen weiten Weg gegangen: staatliche Musikschule, fünf Jahre lang täglich Musikunterricht, ihr Hauptfach: klassische Gitarre. Nebenher sang sie, Popsongs und russische Romanzen. Mit zwölf sieht sie eine Gesangsgruppe auf der Bühne, und der Groschen fällt. Ein Jahr später gibt sie selbst vor tausenden Zuschauern beim Stadtfest von Sovjetsk ihr Bühnendebüt. Irgendwann, sie war da etwa 22 Jahre alt, spielte ihr ihre Gesangslehrerin Jazzplatten vor: Al Jarreau, Billie Holliday, Sarah Vaughan. Auf dem Heimweg hat sie das Gefühl, zu fliegen vor Glück. „Das hat mir so einen Spaß gemacht“, schwärmt sie noch heute. „Das ist so eine riesige, neue Welt, da ist so viel mehr zu entdecken, und das dauert immer noch an.“ Sie studiert Jazzgesang in Hannover bei der Gesangsdozentin Romy Camerun. Oxana ist ehrgeizig, fokussiert, gradlinig – ziellose Sessions sind nicht ihre Sache. Sie will mehr und arbeitet konsequent daran, dass es passiert.

Bei ihrem Aufenthalt in New York, spürt sie, dass die Puzzleteile ineinanderfallen. Sie spielt dort mit dem Schlagzeuger Christian Finger, einem Musiker aus Dortmund, der seit langem in New York lebt, und erzählt ihm von dem Pianisten Vadim Neselovskyi, dessen virtuoses Zusammenspiel mit dem ebenfalls russischstämmigen Flügelhornspieler Arkady Shilkloper, sie kurz zuvor tief berührt hatte. Der Schlagzeuger ermutigt sie, den Pianisten, der auf Fingers letztem Album mitgespielt hatte, einfach anzurufen. Nun bildet Neselovskyi zusammen mit dem Essener Kontrabassisten Alex Morsey, der wiederum in Neselovskyis Trio „Bez Granitz“ mitwirkte, sowie mit Christian Finger und der Sängerin selbst das Oxana Voytenko Quartet. Doch nicht nur aufgrund seiner ukrainischen Wurzeln fällt Neselovskyi dabei eine Sonderrolle zu: geboren und aufgewachsen in Odessa, ausgebildet in Dortmund und an der elitären Jazzhochschule Berklee in Boston zur Meisterschaft geschliffen, fungiert er als eine Art Spiegel, in dem sie die russischen Komponenten ihrer musikalischen Sensibilität in aller gebotenen Sorgfalt hervorarbeiten kann. „Ich bin sehr penibel, ich möchte diese Sachen genau so haben, wie ich das möchte, und ich suche solange, bis ich den Punkt finde, wo ich sagen kann: ja, das ist es.“ (Stefan Hentz)

Konstantin Herleinsberger, in Passau geboren, beginnt im Alter von neun Jahren mit dem Saxophon. Zunehmend vom Jazz begeistert wird sein Hauptinstrument das Tenorsaxophon, mit dem er 2011 an der Hochschule für Musik Nürnberg den künstlerischen Studiengang Jazz-Saxophon bei Klaus Graf, Steffen Schorn und Hubert Winter beginnt.

2012 wird Konstantin Mitglied des Landesjugendjazzorchester Bayern und nimmt mit der Band (Leitung: Harald Rüschenbaum) an Konzerttourneen nach Sizilien und Südostasien teil. Konstantin ist in verschiedenen Projekten erfolgreich aktiv. Im April 2015 wurde das Album „Fields“ des Rebecca Trescher Ensemble 11 in Koproduktion mit dem bayerischen Rundfunk veröffentlicht. Ein Highlight der Release Tour war ein Konzert im Telekom Forum im Rahmen der Jazztage Bonn. 2014 und 2015 wird er Preisträger des Jazz-Ensemble-Wettbewerb des Bruno-Rother-Gedächtnis-Stipendium des Rotary-Club Nürnberg-Fürth. Außerdem ist er Nachwuchsförderpreisträger 2015 des Landkreises Passau. Seit 2014 leitet Konstantin sein eigenes Quartett, für das er komponiert und das den LAG Jazz Preis 2015 gewinnt. Seit Herbst 2015 lebt und studiert er (Dr. Langner Jazz Master) in Hamburg.

Jazz Pianist aus Hamburg Leo Volskiy  folgt kompromisslos der alten guten Jazz Tradition – dem rein akustischen Sound, dem Swing, der Unterhaltung und der Natürlichkeit.

Als Student des legendären Jazz Pianisten Barry Harris hat er sich seit Langem als erstklassiger Bebop-Pianist etabliert. Unter den grossen Namen der New Yorker Jazzszene, mit denen er in den letzten Jahren die Bühne teilte, sind die besten und weltweit bekannten New Yorker Jazzmen.

Leonid Volskiy erhält den ersten Klavierunterricht mit 6 Jahre. Bis zum Musikschulabschluss hatte er zahlreiche öffentliche Auftritte als klassischer Pianist. Die Biografie des professionellen Musikers beginnt mit der Aufnahme des Studiums an der Mussorgskiy-Musikfachschule in St. Petersburg. Dort prägen Ihn bedeutendste Jazz  Musiker Russlands, besonder aus Sankt-Petersburg und Moskau.  In Studienzeit entdeckt Leo für sich Musik von der Bebop und Modern Jazz Legenden, wie Bud Powell, Bill Evans, Tommy Flanagan, Oscar Piterson,Hank Jones, Barry Harris. Seitdem bildet der Jazz den größten Anteil an seinen musikalischen Aktivitäten. Unter seinen Projekten sind sowohl Solo-Programme, als auch Bands unterschiedlichster Größe und Zusammensetzung – vom Duett bis zum Sextett oder gar einer Big Band mit Streichorchester. In den zahlreichen Auftritten als Bandleader und Sideman hat sich Leonids die Eigenart des Klavierspielens herauskristallisiert. Ein brillanter Solist am Piano, der eine hervorragende Klaviertechnik beherrscht, schafft er jedes Stück – sei es eine sinnige Ballade, Evergreen, Bebop-Standard oder eigene Komposition – durch tief greifende Emotionen, delikaten harmonischen Wendungen und swingenden Groove zu bereichern, ohne eine strukturelle Disziplin des Werkes zu verlieren und sich hinter „vorgetäuschte“ Virtuosität zu verstecken.

 

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Oxana Voytenko

www.oxanavoytenko.com