Debutkonzert des neuen Konzertflügels der TangoBrücke

Freitag, 02.09.2022; 19:00 Uhr

Gespielt von Gintaras Januševičius

Das Eröffnungskonzert des ersten „Johannes‘ Klavierfestival Einbeck“ ist ein Hommage an die Zeit und Kultur, aus der unser neuer Flügel stammt. Das Jahr 1893 fiel in eine Zeit großen Unmuts, anhaltender sozialer Ängste und gesellschaftlicher Zwänge, die in der Kunst aber oft durch genialen Werke, voll Liebe und Hoffnung ihren Ausdruck erfuhren. Im ersten Teil seines Programms spielt Gintaras Januševičius Ausschnitte seines neuesten Programms “Der Kaufmann von Venedig”, die den riesigen Farbenreichtum des neuen Flügels ausschöpfen werden – es werden intime und innige Werke von Vivaldi und Scarlatti aus der Zeit des Barock, eine perlende Sonate von Galuppi aus der Zeit der galanten Musik, die romantische Barcarolle von Chopin sowie die mystischen Masken von Debussy gespielt. In der zweiten Hälfte erklingen Werke von Grieg, Lyadov und Brahms, die allesamt um das Jahr 1893 geschrieben wurden und somit klanglich auf unserem Flügel sich wie zu Hause fühlen.

Der Pianist Gintaras Januševičius erlangte internationale Anerkennung, nachdem er im Mai 2004 als jüngster Teilnehmer des renommierten Montrealer Musikwettbewerb die Endrunde erreichte. Seine Interpretation von Rachmaninows Études-Tableaux Op. 39 wurden von berühmten Pianisten, wie u.a. Jean-Philippe Collard, Akiko Ebi, Michel Dalberto und Lee Kum-Sing in der Öffentlichkeit gepriesen.

Christophe Huss von Classics Today schrieb: "Gintaras Januševičius gleitet wie ein Albatros. Sein Spiel bei den Halbfinal- und Finalrunden war für mich wie eine außerordentliche Offenbarung; es fiel aus dem Kontext des Wettbewerbes völlig raus <...> da es weder rangierbar, noch quantifizierbar war. Alle Augen folgten Januševičius nach der Halbfinalrunde, wo er einen Eindruck eines Gespensts aus einem anderen Ort ließ, vor allem wegen seiner Interpretationen von Rachmaninows Études-Tableaux Opus 39. <...> Wir beobachteten, wie er die Rhythmen aufschüttelte, immer vorwärts, gerade wie eine Nadel, mit der Natürlichkeit eines Meisters und Vitalität eines jungen Mannes."

Januševičius war Preisträger und Finalist bei 15 Wettbewerben in ganzer Welt. Seit 2013 ist er weltweit durch seine thematischen Gesprächskonzerte bekannt, wo er Musik mit Geschichte, Literatur und Theater in einer spannenden Mischung verbindet. Er ist ein regelmäßiger Gast bei Festivals von internationalem Renommee, wie dem Chopin Festival in Duszniki-Zdroj, dem Mozartfest Würzburg, dem Festival Besancon, den Dresdner Musikfestspiele um nur einige zu nennen. Er konzertierte erfolgreich in vielen Städten Deutschlands und Litauens, sowie in New York, Washington, Rio de Janeiro, London, Paris, Moskau, Madrid, Rom, Wien, Barcelona, Stockholm, Warschau, Zürich, etc.

Das hannoversche Publikum kennt Januševičius unter anderem auch durch die im Jahr 2008 von ihm gegründete und bis 2015 geleitete Kammermusikreihe „Plathner’s Eleven“. Seit 2017 leitet er mit den "Klaipėda Piano Masters" die größte Klavierakademie in den Baltischen Staaten, sowie die Winterklavierakademie "Feuerwerk" in Deutschland. Zusätzlich zu seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Januševičius junge Pianisten aus der ganzen Welt in seinem privaten Studio sowie bei Meisterkursen in Deutschland, Japan, China, Brasilien, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Moldawien, Rumänien, Israel, Spanien, Italien, Estland, Lettland und Litauen.

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